10.08.2018: Langanhaltende Hitze und Trockenheit gefährden Flora und Fauna in den Gewässern

Aufgrund der langanhaltenden Hitze und der vielfach ausbleibenden Niederschläge wird die Situation für die in den Gewässern lebenden Tiere gerade kleinerer Gewässer immer schwieriger. Die hohen Temperaturen und die intensive Sonneneinstrahlung erhöhen die Wassertemperatur der ohnehin im Sommer weniger Wasser führenden Gewässer. Dadurch kann das Wasser weniger Sauerstoff aufnehmen, der von den Wasserorganismen benötigt wird. Besonders Fische leiden unter dem geringen Sauerstoffgehalt.

In einigen Regionen NRWs sind kleinere Gewässer bereits z.T. trockengefallen. Dies führt zu Vorsichtsmaßnahmen bei einigen Kreisverwaltungen in NRW, die die weitere Entnahme von Wasser aus Flüssen und Bächen verboten haben, um die weitere Absenkung des Wasserspiegels zu mindern.

Ein großes Risiko stellt der anstehende Wechsel zwischen langer Trockenheit und eventuell einsetzendem Starkregen dar. Dabei kann es punktuell durch Abschläge aus den Kanalisationen zu Schmutzstößen in Gewässern und in der Folge zu Sauerstoffzehrung und Fischsterben kommen.

Während die Gefahr eines Fischsterbens in den kleinen Gewässern groß ist, weisen die Flüsse mit Talsperren im Oberlauf diese Gefahr nur eingeschränkt auf. Durch die reichlichen Niederschläge in den letzten Jahren sind diese in der Regel immer noch gut gefüllt und können somit zu einem Ausgleich der Wasserführung beitragen.